Manolis erster Fasttag -- von Carol Ann Baughman Rivero

Par Brigtte :: 13/05/2008 à 13:46 :: Fasten
  Seit vielen Jahren findet in unserer kleinen Stadt in Spanien einmal in der Woche eine Heim-FHV statt. Da die meisten Frauen, die daran teilnehmen, irgendeiner anderen Glaubensgemeinschaft angehören, haben wir uns anfangs davor gescheut, die Lektionen aus dem FHV-Leitfaden, in denen es um die Lehre der Kirche geht, durchzunehmen. Aber allmählich haben wir dann doch auch die Lektionen aus dem Themenkreis „Geistiges Leben" besprochen.

Einen Morgen habe ich gebeterfüllt nach einem Thema gesucht, das die Frauen inspirieren konnte. „Was sollen die Frauen diese Woche hören, Vater'" betete ich.

Dann stieß ich auf eine Lektion über das Fasten und Beten. Ich fühlte mich inspiriert, diese Lektion zu besprechen, aber ich fragte mich auch, wie die Vorstellung vom Fasten wohl bei denen ankam, die keine Mitglieder der Kirche waren. Ich beschloß, der Inspiration Folge zu leisten, da ich bereits vor langer Zeit gelernt hatte, die Eingebungen des Geistes nicht in Frage zu stellen.

Der Unterricht lief gut, und es wurden viele Gedanken und Zweifel klargestellt. Den Frauen wurde klar, daß das Fasten im Verein mit dem Beten ein mächtiges Hilfsmittel ist, von dem jeder Gebrauch machen kann. Als ich im Gehen begriffen war, kam eine Frau, die nur selten unsere Versammlungen besuchte, zu mir und fragte: „Kann ich auch fasten?"

„Natürlich, Manoli", antwortete ich. „Jeder kann fasten. Der himmlische Vater zieht keins seiner Kinder vor." Manoli war affensichtlich beunruhigt, und sie fragte weiter: „Meine Mutter ist seit zwei Jahren in einer Nervenklinik. in letzter Zeit geht es ihr schlechter, und sie erkennt mich und meine Schwester nicht einmal mehr. Wir fühlen uns so hilflos, wenn wir sie besuchen. Es tut sehr weh, das mitansehen zu müssen."

Ich erklärte Manoli, ich würde anfangen, mit ihr zu fasten. Wir begannen mit einem Gebet. Als wir uns von den Knien erhoben, erklärte ich ihr, daß der himmlische Vater unser Beten und Fasten immer erhört ‑ allerdings zu seiner Zeit und auf seine Weise.

Am nächsten Tag hörte Manoli von ihrer Schwester, das Krankenhauspersonal habe die Beruhigungsmittel, die ihre Mutter immer bekommen habe, abgesetzt, weil es ihr wesentlich besser gehe. Die qualvollen Schmerzen, die sie vorher gehabt hatte, waren verschwunden, und sie lag friedlich im Bett- Sie starb am darauffolgenden Tag, aber Manoli fand Trost in der Gewißheit, daß ihre Mutter friedlich und ohne Schmerzen gestorben war.

Ich habe ans diesem Erlebnis viel -Ich habe aus diesem Erlebnis viel gelernt. Ich weiß, daß der himmlische Vater an Manoli gedacht l   hat, als er mich inspirierte, eine Lektion durchzunehmen, die die beiden Schwestern   auf den Tod  ihrer Mutter vorbereitete.

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