großzügige Spenden

Par Brigtte :: 13/05/2008 à 14:14 :: Fasten
Wie Spenden und Sonderfasttage von Mitgliedern der Kirche Bedürftigen zugute kommen.
Die heute ausgedörrten, grauen Terrassenhänge und zerklüfteten Täler im Norden Athiopiens lassen es kaum glaubhaft erscheinen, daß dieses Land einmal grün und fruchtbar war. Da und dort, vereinzelt, Gestrüpp - das ist alles, was von der einst endlos grünen Weite geblieben ist, wo Nomaden, die in der Regenzeit nach Norden zogen, ihre Herden weiden ließen. Die Dürre hat das einstige Weideland kahl gemacht und die Herden zugrunde gehen lassen. Die Wanderstämme tauschten zögernd grenzenloses Land gegen kleine Anbauflächen oder gegen die staatliche Katastrophenhilfe. Ohne Wasser erodiert die Hoffnung auf gedeihendes Leben ebenso unaufhaltsam wie der kostbare Mutterboden des Landes.
In Geddobar in der äthiopischen Provinz Wello hingegen gibt es Hoffnung. Hier, in einem von Dürre bedrohten Bergtal 560 Kilometer nördlich der Hauptstadt Addis Abbeba, gibt es ein kleines, von der Kirche ins Leben gerufenes Bewässerungsprojekt, eines von vielen humanitären Dienstprojekten, die mit Spenden von Mitgliedern der Kirche finanziert werden. (Einzelheiten über andere Projekte finden Sie in den begleitenden Berichten.)
Im Jahr 1985 wurden die Mitglieder der Kirche in den USA und Kanada durch zwei Briefe von der Ersten Präsidentschaft zur Teilnahme an einem Sonderfasttag aufgerufen. Die finanziellen Mittel, die in Verbindung damit gespendet wurden, sollten „den Opfern von Dürrekatastrophen oder sonstwie verursachter Hungersnot und Entbehrung unter den Völkern Afrikas und möglicherweise in anderen Gebieten zugute kommen”. In den Briefen wurde das Versprechen gegeben, daß „mit den gesamten Spendenmitteln den Hungernden und Notleidenden in Elendsgebieten geholfen würde, unabhängig davon, ob sie der Kirche angehören oder nicht”. Die Heiligen hatten den Wunsch zu helfen und spendeten fast 11 Millionen Dollar.
Unmittelbar nach dem ersten Sonderfasttag im Januar 1985 machte die Kirche Organisationen ausfindig, deren Integrität außer Frage stand und denen sie helfen konnte, Lebensmittel, Zelte und Medikamente an Katastrophenopfer in Athiopien und in den angrenzenden afrikanischen Staaten zu verteilen. Während der Jahre 1985 und 1986 wurden von der Kirche zur Verfügung gestellte Hilfsgüter durch das Internationale Rote Kreuz, die katholische Caritas und die amerikanische CARE-Organisation (Cooperative for American Relief Everywhere) verteilt.

Helfen, indem man Selbsthilfe ermöglicht
Im Geist,- des kirchlichen Wohlfahrtsprogrammes - das bedeutet: helfen, indem man Selbsthilfe ermöglicht - beschlossen die Führer der Kirche, daß ein Teil des Geldes für Projekte aufzuwenden sei, die den Betroffenen langfristige Unabhängigkeit bringen sollten, und so wurden mit einem Teil der Mittel Projekte wie das in Geddobar finanziert. Bei den meisten dieser Unternehmen in Äthiopien, im Tschad, in Niger, Kamerun, Nigeria und Ghana geht es um die Nutzung von Wasserreserven und um die Entwicklung der Landwirtschaft als Schutz vor künftigen Dürreperioden. Die Gelder vom zweiten Sonderfasttag im November 1985 werden derzeit Projekten in anderen Teilen Afrikas und auf anderen Kontinenten zugeführt, wo dringender Bedarf besteht.
Unter der Leitung der Freiwilligen-Organisation Africare mit Sitz in Washington D. C. begannen Mitte 1985 die Bauarbeiten in Geddobar. Das Wasser eines aus Quellen gespeisten Gebirgsbaches wird zur Bewässerung von 4000 Hektar Landwirtschaftsfläche genutzt. Das Unternehmen wurde nach der afrikanischen Dürrekatastrophe von 1984/85 von der Kirche initiiert. Infolge dieser Katastrophe litten Millionen Hunger, und Hunderttausende kamen um.
Die Fertigstellung des äthiopischen Bewässerungsprojekts ist für alle, die gespendet haben, und für die 1650 Bauernfamilien, die intensiv an der Verwirklichung mitgearbeitet haben, ein wahr gewordener Traum. Nach dem Abschluß der Bauarbeiten werden die einheimischen Bauern zu dem Projekt mehr als 200.000 Arbeitstage beigetragen haben. Viele bringen große Opfer. Manche Arbeiter gehen von ihren Wohnstätten in den Bergen drei Stunden zu Fuß zur Arbeitsstätte. Der Arbeitstag dauert zehneinhalb Stunden - dann kommt noch der Heimweg. Im Schnitt leisten die Arbeiter im Rahmen des Projekts fünf bis acht Arbeitstage pro Monat. Sie werden in Naturalien bezahlt und erhalten etwa drei Kilogramm Getreide pro Arbeitstag.
Man hätte zwar durchaus mehr moderne Technik einsetzen und dadurch die Bauzeit verkürzen und die körperliche Arbeit einschränken können, aber das Projekt ist mit Absicht so angelegt, daß es von den Einheimischen mit ortsüblichem Material und Gerät fertiggestellt werden kann. Die Menschen können auf diese Weise sich selbst helfen und auf ihr Projekt stolz sein. Auch konnten die Projektkosten dadurch niedrig gehalten werden.
Kanäle in einer Gesamtlänge von 24 Kilometern wurden von ortsansässigen Bauern gegraben. Die Bauern bereiteten auch das Terrain für den Dammbau zur
Ableitung des Flusses vor. Die technischen Einrichtungen der Anlage sind so einfach, daß sie von der Bevölkerung selbst betrieben und gewartet werden können.

Lebenslange Unabhängigkeit
Die äthiopische Regierung erkannte bald den Wert der ganzjährigen Bewässerung in diesem Tal und verwendet das Projekt als Beispiel, das von anderen Hilfsorganisationen nachgeahmt werden soll. Ein hoher Beamter sagte: „Das ist ein sehr wichtiges Projekt, und wir möchten, daß andere es nachahmen. Es ermöglicht der Bevölkerung lebenslange Unabhängigkeit - die Bauern konnten ihre Erträge verdoppeln und verdreifachen. Der Einsatz von billigen technischen Mitteln und von einheimischer Arbeitskraft war für uns ein erfolgreiches Experiment.
Das äthiopische Landwirtschaftsministerium hat Vertrauen in dieses Projekt bewiesen, indem es Mittel für die Eröffnung eines Molkereibetriebes in unmittelbarer Nähe bereitgestellt hat. Es gibt bereits eine kleine Herde von Milchkühen.
Die Bauern selbst sind begeistert. Schon vor Fertigstellung der Anlage wurde ein provisorischer Graben zur Bewässerung von 16 Hektar Anbaufläche gezogen. Die Bauern pflanzten Papaya-, Guava- und Bananenplantagen und legten Gemüsefelder an, ein Risiko, das früher aus Angst vor Dürreperioden in der Wachstumszeit niemand auf sich genommen hätte.
Elder Alexander B. Morrison, Mitglied des Ersten Rates der Siebzig und der Gebietspräsidentschaft für Großbritannien, Afrika und Irland, sagt über das Projekt: „Das Wesentliche daran ist, daß dieses Projekt für zehntausend Menschen in drei Dörfern die künftige Lebensmittelversorgung sicherstellt. Diese Menschen, ihre Kinder und Kindeskinder werden, unabhängig von den Regenzeiten, selbst die Lebensmittel produzieren können, die sie brauchen, und zwar in größerer Menge und Vielfalt als bisher.” Angesichts dessen, daß auch dieses Jahr weltweit wieder zu Lebensmittelspenden aufgerufen wurde, kommt diesem Ganzjahres-Bewässerungsprojekt der Kirche besondere Bedeutung zu.

In Krisenzeiten
Die weltweiten Sonderfasttage der Kirche im Jahr 1985 waren zwar ein neuer Ansatz zur Hilfe für notleidende Menschen; kirchliche Hilfsaktionen in Krisen﷓ gebieten sind dennoch nichts Neues. Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa wurden viele Tonnen Nahrung, Kleidung und Medikamente an die Bevölkerung des vom Krieg zerstörten Europa verteilt, und nur wenige davon waren Mitglieder der Kirche. 1954 beteiligte sich die Kirche am Okumenischen Hilfsprojekt für Griechenland (United Churches Ionian Relief Project) mit Sitz in Utah und lieferte aus Wohlfahrtsbeständen den Großteil der Hilfsgüter, die damals gespendet wurden.
1906 schickte die Kirche Weizen aus FHV-Silos nach China, wo eine Hungersnot herrschte. In den letzten zwanzig Jahren hat die Kirche wiederholt in Krisengebieten Hilfe geleistet.
Die Aufforderung des Herrn an seine Kirche, den Notleidenden zu helfen, ist unmißverständlich: „Laß dein Inneres auch erfüllt sein mit Nächstenliebe zu allen Menschen.” (LuB 121:45.) Nach diesem Prinzip lebte etwa das Volk Nephi, wie man im ersten Kapitel Alma nachlesen kann: „Und sie teilten von ihrer Habe, ein jeder gemäß dem, was er hatte, an die Armen und Bedürftigen und Kranken und Bedrängten aus. ... Und so, in ihren gedeihlichen Umständen, ließen sie keinen fort, der nackt oder hungrig oder durstig oder krank war und den sie nicht unterstützt hatten ... sei es außerhalb der Kirche oder in der Kirche, und sie kannten da keinen Unterschied, wenn jemand bedürftig war.” (Alma 1:27,30.)
Leid kennt weder geographische noch politische Grenzen. Humanitäre Hilfe im Rahmen der Kirche ist ein Teil unserer Pflicht gegenüber den Mitmenschen, welcher Religion auch immer sie angehören und unter was für einer Staatsform auch immer sie leben. Bischof Glenn L. Pace, Zweiter Ratgeber in der Präsidierenden Bischofschaft, berichtete nach einem Besuch in Athiopien:
„Unsere Spenden kamen allen Menschen zugute, welchem politischen Lager sie auch angehörten. Als Elder M. Russell Ballard (vom Rat der Zwölf) und ich das Gebiet besuchten, sahen wir nicht Kommunisten, Marxisten oder Kapitalisten, sondern hungernde Menschen - jeder von ihnen ein Sohn oder eine Tochter Gottes.”
Wenn wir, abgesehen von materiellen Gaben, daran denken, daß wir das Evangelium allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern bringen wollen (siehe Mosia 15:28), wird uns in noch größerem Maße bewußt, daß das Evangelium Jesu Christi alle von Menschen gezogenen Grenzen überschreitet.

Freiwillige stellen Zeit und Talent zur Verfügung
Ganz allgemein beschränken sich karitative Projekte der Kirche auf folgende Fälle: 1. Schwerwiegender lebensbedrohlicher Notstand, der sofortige und direkte Hilfe nötig macht, etwa bei Naturkatastrophen; 2. chronische Zustände infolge von Armut, beeinträchtigter Gesundheit oder aufgrund gesundheitsschädigender Umweltbedingungen, die sich durch Selbsthilfeprojekte verbessern lassen. Solche Projekte werden nur mit Geldern finanziert, die von den Mitgliedern eigens zu diesem Zweck gespendet werden.
Die Kirche als Organisation hat nur begrenzte Mittel und kann nicht allen Menschen helfen, die Not leiden. Aber die Führer der Kirche fordern die Mitglieder auf, sich an sinnvollen humanitären Unternehmungen in ihrer Umgebung zu beteiligen. Sie können nicht nur Geld oder Güter spenden, wo dies möglich ist, sondern auch ihre Zeit und ihre Talente für derartige Aktionen zur Verfügung stellen. Viele Mitglieder der Kirche möchten mit ihren Fähigkeiten dienen, und öffentliche Organisationen brauchen oft Dienste, wie Mitglieder der Kirche sie anzubieten haben. Außerdem gibt es in dem Maß, in dem die Kirche mit professionellen Hilfsorganisation zur Linderung der Not in aller Welt zusammenarbeitet, immer mehr Möglichkeiten zu dienen.
Eine solche Möglichkeit hatten erst kürzlich Bruder Dewey Petersen und seine Frau Patricia, die als ehrenamtliche Helfer einige Monate in Nigeria verbrachten und dort Brunnenbohrgeräte zusammenbauten und einheimische Brunnenbauer ausbildeten. Die Petersens stammen aus Bountiful in Utah und leisteten ehrenamtlichen Dienst in einem von der Kirche finanzierten Projekt der Hilfsorganisation Africare. In privaten, gemeinnützigen Initiativen sind ehrenamtliche Dienste von Mitgliedern der Kirche stets willkommen.
Die Kirche hat uns in beispielhafter Weise gezeigt, wie wir bedingungslos karitative Dienste leisten können. An uns, den einzelnen Mitgliedern, liegt es nun, weiterhin anderen zu dienen, ohne dafür im Gegenzug etwas zu erwarten. Indem wir anderen spontan dienen und helfen, lernen wir den Geist der Christlichkeit, den Geist des Evangeliums kennen.
Isaac C. Ferguson arbeitet im Wohlfahrtsdienst der Kirche und ist Führungssekretär des Subkomitees Humanitäre Dienste. Er lebt im Pfahl Bountiful, Utah Mueller Park.

Erschließung der Wadis im Tschad
Wadis sind trockene Flugbetten oder Niederungen in der Wüste, wo man häufig Oasen findet. Das Oberflächenwasser in solchen Gegenden ist oft zu salzhaltig für den Genuß durch Mensch und Tier und manchmal selbst für Bewässerungszwecke ungeeignet. Dennoch ist der Boden fruchtbar und für den landwirtschaftlichen Anbau geeignet, wenn Wasser aus sogenannten schadufs (das sind Brunnen von geringer Tiefe in den Wadis) zur Verfügung steht.
Bis vor kurzem sind solche Wadis nur in der „ feuchten” Jahreszeit von Nomadenstämmen als Weideland genutzt worden. In Zeiten der Trockenheit mußten die Viehhirten jedoch schwere Verluste hinnehmen. Deshalb wird nun das landwirtschaftliche Potential der Wadis erschlossen. Heute ernährt ein Wadi drei- bis vierhundert Menschen.
Die traditionelle Bewässerungsmethode bestand darin, Wasser in Säcken, die nur wenige Liter faßten, aus den schadufs zu fördern. Da diese Methode zeitraubend und wirkungslos ist, wurde auch nicht viel bewässert. Die Kirche hat in Zusammenarbeit mit GARE Hilfsgelder für die Entwicklung funktionierender Bewässerungsanlagen verwendet. So wurde etwa ein leistungsfähigeres Fördersystem entwickelt. Kamele ziehen nun Achtziglitersäcke aus dem Brunnen. Die Säcke werden in einen Trog entleert und von dort durch ein Kanalnetz auf die Felder verteilt, wo unter anderem Mais, Kartoffeln, Sorghum und Paprika gezogen wird.
In den Wadis wurden auch umweltschonende Arbeitsmethoden eingeführt. Die schadufs etwa werden nicht mehr wie früher mit Dattelpalmenholz gebaut, sondern mit Lehmziegeln. Die Bäume dienen als Windschutz und somit auch als Schutz gegen Wanderdünen. Für den Windschutz und den Brunnenbau wird nun im Land eine dürrebeständige Baumsorte gezüchtet.
 
Die üppige Vegetation dieses Wadis (Oase) in Tschad bildet einen krassen Gegensatz zur Wüste ringsum. Die landwirtschaftliche Produktion des Wadis ist nur durch das Wasser flacher, handgegrabener Brunnen möglich. Das Oberflächenwasser ist für Bewässerungszwecke zu salzig.

Ein Entwicklungsprojekt in einem bolivianischen Berdorf

Seit Kurzem bemüht sich die Kirche gemeinsam mit der Anden-Kinderstiftung (Andean Children's Foundation) um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in bolivianischen Bergdörfern.
Im Rahmen dieses Projekts ermitteln Entwicklungshelfer gemeinsam mit den Führern einer Dorfgemeinschaft die Bedürfnisse des Dorfes. Die Entwicklungsspezialisten helfen dann den örtlichen Führern bei der Organisation von Projekten, um diese Bedürfnisse zu decken. Die Anden-Kinderstiftung hilft außerdem bei der Bereitstellung der erforderlichen technischen Mittel.
Diese Vorgangsweise veranlaßt die einheimische Bevölkerung, über ihre Bedürfnisse nachzudenken und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten. Die Betreffenden haben die Befriedigung, selbst etwas zu leisten, und gewinnen die Zuversicht, daß sie in Zukunft ohne fremde Hilfe Verbesserungen herbeiführen können.
Die Führer des Gemeinwesens Sora Sora beispielsweise wollten mit besseren landwirtschaftlichen Methoden arbeiten und auf diese Weise die Erträge steigern. Die Stiftung half der Gemeinde, ein kostengünstiges Brunnenbaukonzept zu erstellen, Windräder zur Wasserförderung zu bauen, Wasserreservoirs anzulegen, Bewässerungskanäle zu graben und Glashäuser für Gemüsesorten zu errichten, die im kalten Andenklima sonst nicht angebaut werden könnten. Die Anlagen wurden von den Einheimischen selbst gebaut und werden nun auch von ihnen gewartet. Die Bevölkerung sieht, wie das Gemeinschaftsprojekt funktioniert und beginnt nun, dieselben Methoden auch in privaten landwirtschaftlichen Betrieben anzuwenden.
Mit Hilfe der Stiftung führen die Dorfgemeinden auch andere Projekte durch; so werden zum Beispiel Schulen gebaut, Gesundheitsfürsorgehelfer ausgebildet und neue Nahrungsquellen erschlossen.

Im Rahmen eines der von der Anden-Kinderstiftung gefördeten Projekte werden Fischzuchtanlagen gebaut. Einheimische heben einen von einer Quelle gespeisten Teich aus, pflasten Ufer und Grund mit Steinen und ziehen dann darin Fische, die als Proteinquelle ud Handelsware dienen.

Berufsausbildung für asiatische Flüchtlinge

Seit 1975 sind Tausende Flüchtlinge aus Asien in die USA geströmt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Infolge von Sprachschwierigkeiten, kulturellen Barrieren und Unterschieden in der Berufsausbildung ist ein hoher Prozentsatz dieser Personen beschäftigungslos oder unterbeschäftigt geblieben.
In Zusammenarbeit mit der Gebietspräsidentschaft für Nordamerika West und dem Wohlfahrtsdienst in Kalifornien hilft die Kirche nun asiatischen Flüchtlingen — sowohl Mitgliedern als auch ihren Freunden, die nicht der Kirche angehören —, Englisch zu lernen, sich beruflich fortzubilden und eine geeignete Anstellung zu finden. Ehrenamtliche Helfer in den örtlichen Pfählen halten Eingewöhnungsseminare, Englischkurse und berufliche Fortbildungskurse. Geboten wird beispielsweise eine Ausbildung für Hotelpersonal oder als Teppichverleger oder eine Einführung in die elektronische Datenverarbeitung. Die Helfer bereiten die Flüchtlinge auf Bewerbungsgespräche vor, vermitteln Kleidungs- und Gesundheitsregeln und amerikanische Arbeitsweisen.
Die mitwirkenden Pfähle koordinieren ihre Arbeit mit dem Arbeitsvermittlungssystem der Kirche, um potentielle Arbeitgeber und Möglichkeiten für Gruppenkurse ausfindig zu machen.

Land- und Forstwirtschaft in Niger
n Niger, einem Land im Subsaharagürtel, herrscht eine bedrohliche Hungersnot und Dürre. Zwar gibt es Anbauflächen, aber ein großer Teil des Mutterboden ist vom Wind verweht worden.
Unter der Verwaltung von CARE wurden Gelder, die Mitglieder der Kirche anläßlich eines Sonderfasttages im Jahr 1985 gespendet haben, für Baumschulen im Majiatal in Westniger verwendet. Die Baumsetzlinge, die hier von den Dorfbewohnern gezogen werden, sollen später als Windschutz dienen. Sobald die Bäumchen groß genug sind, werden sie umgepflanzt, um die Anbauflächen der hier üblichen Kleinlandwirtschaften zu schützen, damit der lebenswichtige Mutterboden nicht vom Wind verweht wird. Durch dieses Projekt konnten Bauern ihre Erträge um bis zu 30 Prozent steigern.
Dieses Land- und Forstprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit der staatlichen Forstbehörde von Niger durchgeführt, um den langfristigen Erfolg zu sichern. Es ist eines der erfolgreichsten Projekte dieser Art im afrikanischen Subsaharagürtel.
Isaac C. Ferguson, Juni 1989

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